Hasard Cheratte, Belgien

Bei unserer ersten Tour ins Ausland führte unser weg zum Hasard Cheratte.
Die ehemalige Kohle Mine steht seid 1977 Still und gilt unter vielen Explorern als ein “Must to be Explore”. Wir können dem nur zustimmen.
In dem sehr überschaulichem Örtchen Cheratte angekommen war das Hasard Cheratte leicht und schnell auszumachen. Auf der suche nach einer geeigneten stelle um in innere zu gelangen wurden wir gleich von einem benachbarten Anwohner freundlich angesprochen ob wir auf das Gelände möchten. Gefühlte 5 Minuten später wurde uns der Zutritt über einem Nebeneingang, zum unter Denkmal geschütztem Gelände gewertet. Natürlich werden einem hier nicht die Türen umsonst geöffnet. Anscheinend fungiert der nette Nachbar als eine Art “Hausmeister”.
Einmal auf dem Anwesen angekommen vergisst man schnell die paar Taler und ist nur noch begeistert was einem geboten wird. Wir fingen gleich an alle Details und Eindrücke aufzusaugen und in Bildern festzuhalten. Es ist schlichtweg der Wahnsinn in welchem Zustand die Anlage ist wenn man bedenkt das hier seid 35 Jahren nicht mehr gearbeitet wird. Von erhaltenen Maschinen, über Kleidung der ehemaligen, bis hin zu haufenweise Dokumenten kann man hier alles finden um sich ein Bild des Treibens in der ehemaligen Kohle Mine zu machen.
Hasard Cheratte hat seinen ganz einmaligen und besondern Charme. Von außen wirkt der Komplex größtenteils wie eine kleine Burg. Die Architekten haben damals quasi eine kleine Festung um das eigentliche geschehen errichtet. Einzig der große Förderturm der erst nachträglich Einzug hielt und als einigstes Gebäude hauptsächlich aus Beton besteht lässt von außen schließen das hier mal Kohle ans Tageslicht gefördert wurde.
In der “Burg” angekommen merkt man schnell wie viele Menschen hier damals gearbeitet haben müssen. Über fast jede Etage erstrecken sich haufenweise Dusch und Umkleideräume. Unzählige Kleiderhaken, Apparaturen für Tragelampen, Gasmasken und Schränke für Schuhe sind hier aufzufinden und zu entdecken. Immer wieder stolpert man über Hacken wo noch Kleidungsstück sorgsam aufgehangen sind. Was sehr untypisch ist, für ein Objekt was schon so lange leer steht. Auch sonst sind hier nicht all zu viele Spuren von Wandalismus und oder Diebstahl zu sehen. Klar findet man das ein oder andere Graffiti, aber das hat ja auch seinen Charme.
Vielleicht liegt es am netten “Hausmeister”, oder auch daran das man hier wohl nicht oft alleine ist. Auch bei unserem Besuch tümmelten sich jede Menge Gleichgesinnte Fotografen und auch Paintball Spieler hier rum.
Die Zugänge zu den schon zum Teil eingestürzten Kohle Schächten wurden mit Gittern oder Beton Platten verriegelt und geschlossen.
Alles im allen sind wir sehr angetan und Hasard Cheratte auf jedenfall eine Tour Wert.

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